Visueller Content hilft dann, wenn ein Bild, eine Grafik oder ein Video eine konkrete Information verständlicher macht. Er kann Anwendung, Eigenschaften und Zusammenhänge zeigen. Aufmerksamkeit allein reicht jedoch nicht aus: Das Motiv sollte zur Zielgruppe, zum Angebot und zum nächsten Schritt passen.
Erst die Botschaft, dann das Format
Notiere vor der Produktion, was Betrachter nach wenigen Augenblicken verstehen sollen. Geht es um die Größe eines Produkts, seine Bedienung oder den Ablauf einer Dienstleistung? Je genauer die Aufgabe beschrieben ist, desto leichter lässt sich ein geeignetes Format auswählen.
Ein Detailfoto kann die Verarbeitung zeigen, eine beschriftete Grafik verschiedene Maße erklären und ein Video einen bewegten Mechanismus vorführen. Eine zusätzliche Animation ist nicht automatisch besser als ein klar aufgebautes Standbild. Wähle das Format, das die notwendige Information mit vertretbarem Aufwand vermittelt.
Produktdarstellung und Gestaltung zusammen planen
Eine einheitliche Serie verwendet wiederkehrende Farben, Lichtstimmungen, Schriften oder Abstände. Gleichzeitig braucht jedes Motiv eine eigene Aufgabe. Wenn sämtliche Bilder denselben Blickwinkel zeigen, bleiben wichtige Fragen möglicherweise unbeantwortet. Plane deshalb die Informationsfolge, bevor einzelne Motive ausgearbeitet werden.
- Überblick: Was ist das Produkt oder die Leistung?
- Details: Welche Eigenschaften sind für die Entscheidung relevant?
- Anwendung: Wie und in welchem Zusammenhang wird es genutzt?
- Einordnung: Welche Maße, Bestandteile oder Voraussetzungen müssen bekannt sein?
- Nächster Schritt: Wo gibt es weiterführende Informationen?
Produkteigenschaften, Lieferumfang und Leistungsangaben müssen der Realität entsprechen. Ein ansprechendes Motiv sollte keine Ausstattung suggerieren, die nicht enthalten ist. Zeige illustrative Gestaltungen nicht als echte Kundenreferenz, wenn es sich lediglich um einen Entwurf handelt.
Beispiel: Eine Bildserie für eine Trinkflasche
Das erste Motiv zeigt die Flasche klar und ohne störende Dekoration. Ein weiteres erklärt anhand bestätigter Angaben Maße und Fassungsvermögen. Eine Detailaufnahme zeigt den Verschluss. Ein Anwendungsmotiv ordnet die Flasche im Alltag ein. Falls ein Video sinnvoll ist, könnte es das Öffnen und Schließen zeigen.
So entsteht eine Serie, die unterschiedliche Fragen beantwortet. Der gleiche Hintergrund allein wäre noch keine vollständige Inhaltsplanung. Für Marktplätze, den eigenen Shop und soziale Medien können anschließend unterschiedliche Ausschnitte und Beschriftungen erforderlich sein.
Auf kleinen Displays und im Zusammenhang prüfen
Kontrolliere Motive in der Größe, in der sie tatsächlich verwendet werden. Kleine Texte, feine Linien oder zu viele Aussagen können auf Mobilgeräten unverständlich werden. Für Videos sollten wesentliche Informationen auch ohne eingeschalteten Ton nachvollziehbar sein. Relevante visuelle Informationen brauchen außerdem einen passenden textlichen Zusammenhang.
Bewerte die Inhalte nicht nur nach persönlichen Vorlieben. Frage Testpersonen beispielsweise, welche Eigenschaft sie erkannt haben und was noch unklar ist. Nach Veröffentlichung können Rückfragen, passende Anfragen oder andere zum Ziel passende Handlungen Hinweise liefern. Daraus lassen sich nächste Verbesserungen ableiten, ohne eine Wirkung allein dem Bild zuzuschreiben.
Je nach Aufgabe passen Amazon-Produktdarstellungen, Produktvideos und Grafikdesign. Wie daraus hilfreiche Themen entstehen, erklärt der Beitrag über Kundengewinnung mit Content.
Häufige Fragen
Brauche ich für jedes Produkt ein Video?
Nein. Ein Video lohnt sich vor allem dann, wenn Bewegung oder Ablauf wichtige Informationen vermitteln. Klare Bilder können für andere Aufgaben ausreichen.
Wie viele Aussagen gehören auf ein Motiv?
So wenige, dass die Hauptbotschaft in der tatsächlichen Darstellung verständlich bleibt. Verteile unterschiedliche Fragen bei Bedarf auf mehrere Motive.
Müssen alle Bilder gleich aussehen?
Sie sollten zusammenpassen, dürfen aber unterschiedliche Perspektiven und Aufgaben haben. Wiedererkennung und Informationsvielfalt lassen sich miteinander verbinden.


